Am Wochenende empfing die 3. Damenmannschaft des TSV Bargteheide den Tabellenführer TuS Hartenholm – und lieferte über weite Strecken ein beeindruckendes Spiel ab. Auch wenn die Partie am Ende mit 23:30 verloren ging, waren die Bargteheiderinnen lange überlegen und die Partie anschließend ausgeglichen. Letztendlich kann die Mannschaft viel Positives aus diesem Auftritt mitnehmen.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive, aber faire Begegnung. Bereits nach 30 Sekunden ging der TSV mit 1:0 in Führung. In der Folge begegneten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe, doch spätestens ab der Mitte der ersten Halbzeit übernahmen wir mehr und mehr die Kontrolle. Mit viel Tempo im Angriff, klaren Aktionen im Rückraum und einer stabilen Abwehr erspielten wir uns Tor um Tor. Besonders erfreulich: Auch in Unterzahlsituationen blieben wir konzentriert, setzten Akzente und zwangen den Tabellenführer bereits in der 19. Minute zur Auszeit. Die erste Halbzeit war ein echtes Handball-Fest – für die Mannschaft und für die Zuschauer in der Halle. Mit viel Spielfreude, Mut und vielen gelungenen Angriff-Aktionen gingen wir mit einer verdienten 17:13-Führung in die Pause. Gegen den Tabellenführer vier Tore vorne zu liegen, war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient und ein starkes Zeichen unserer Entwicklung.
Nach dem Seitenwechsel stellte Hartenholm die Deckung um und agierte fortan in einer offensiven 5:1-Formation. Mit dieser Umstellung taten wir uns zunehmend schwer. Unsere Angriffe wurden hektischer, klare Abschlüsse seltener. Hinzu kam, dass wir unsere Überzahl-Situationen leider überhaupt nicht nutzen konnten – im Gegenteil: In diesen Phasen kassierten wir sogar Gegentreffer. Bis zur 45. Minute hielten wir das Spiel dennoch offen. Nach weiteren Treffern stand es zwischenzeitlich 21:21 – die Partie war völlig ausgeglichen. Doch mit zunehmender Spieldauer machten sich die Kräfte bemerkbar. Unsere Wechselmöglichkeiten sind weiterhin begrenzt, sodass wir konditionell abbauten. Hartenholm nutzte diese Phase konsequent aus, setzte sich Tor um Tor ab und entschied das Spiel in den Schlussminuten dann doch deutlich für sich.
Trotz der Niederlage überwiegt der positive Eindruck. Über weite Strecken haben wir gezeigt, dass wir Handball spielen können – und zwar richtig guten. Besonders die erste Halbzeit hat deutlich gemacht, welches Potenzial in uns steckt. Wenn es uns gelingt, diese Leistung über 60 Minuten konstanter abzurufen, nicht immer wieder mit Verletzungen kämpfen zu müssen und an unserer Variabilität gegen offensive Deckungsformationen zu arbeiten, werden wir uns für solche Auftritte künftig auch belohnen.
Mit dabei: Svea Roedel (9), Kristin Sophia Wiebers (5), Nadine Rosenow (3), Katrin Kramer (3), Claudia Schacht (2), Tanja Schindler (1), Deike Garjani, Paula Sophie, Marina Staack, Shawna Liane Abercrombie, Ann-Christin Bendig, Silke Haus, Wiebke Margenfeld (Tor).
Trainerin: Juliane Jenß





