Was war das bitte für ein Sonntagnachmittag in der Sporthalle Eckhorst?!
Eigentlich war hier Kaffee-und-Kuchen-Zeit angesagt, gemütlicher Plausch, ein bisschen Handball nebenbei.
Aber dann kamen die C2-Mädelz der Tigers Bargteheide – und plötzlich war hier Ausnahmezustand.
Zu Gast: der SV Fehmarn. Sonneninsel, gute Laune im Gepäck und ein mutiger Blick Richtung Tabellenspitze.
Und tatsächlich: Die Gäste legten los wie die Feuerwehr. Die ersten Minuten gehörten ganz klar den Insulanerinnen, die schnell mit 7:3 davonzogen.
Bei Bargteheide hattest du da noch das Gefühl, die Gedanken seien irgendwo zwischen Aufwärmen, tiefem Durchatmen und „gleich geht’s richtig los“.
Und dann… kippte das Spiel. Erst ganz leise, dann immer deutlicher. Die Trommeln wurden lauter, die Zuschauer wacher, die Halle voller.
Plötzlich wollte hier niemand mehr nur zuschauen – die Halle wollte mitspielen. Ein Ruck ging durchs Publikum, das Dach vibrierte und irgendwo fragte jemand völlig ernsthaft, ob das Gebäude das hier eigentlich aushält.
Und genau in diesem Moment zündeten unsere Tigers. Bargteheide arbeitete, kämpfte, lief und biss sich ins Spiel zurück.
Die Abwehr fand ihren Rhythmus und hinten stand Milou Seidel wie eine Wand, an der selbst die Sonne von Fehmarn ihren Glanz verlor.
Tor um Tor kämpften sich die Tigers heran, bis nach wenigen Minuten der Ausgleich zum 8:8 fiel. Spätestens jetzt war klar:
Hier passiert heute noch etwas Großes.
In der 16. Minute dann die erste Führung.
Als Elena Born, unsere Nummer 79, eiskalt vom Siebenmeterpunkt zum 10:9 traf, war endgültig klar: Das Spiel hatte seine Richtung geändert.
Die Fehmaranerinnen schauten sich an, als hätten sie gerade den Kompass verloren. Halbzeitstand: 18:13 für Bargteheide. Märchenhaft.
Großen Anteil daran hatte auch das Trainerteam.
Jan Ruhig und Lasse Walter führten ihre Mannschaft mit ruhiger Hand, fanden die richtigen Worte, stellten clever ein – genau das, was es in solchen Momenten braucht.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zitterten die Fehmaranerinnen wie Chihuahuas im Schneesturm – kleine Schritte, große Augen, und der Blick ging suchend Richtung Bank.
Denn was die Tigers aus der Kabine brachten, war pure Entschlossenheit. Bargteheide war sofort da, hellwach, bissig und gnadenlos fokussiert.
Jeder Zweikampf wurde angenommen, jeder Ball verteidigt, jeder Angriff mit Nachdruck zu Ende gespielt.
Tor um Tor zogen die Tigers davon, und spätestens nach wenigen Minuten war klar: Dieses Spiel hat heute nur noch eine Richtung.
Die einzige offene Frage war nun eine ganz andere: Wer wirft das 30. Tor – und wer muss beim nächsten Spiel backen?
Antwort: Enya. Sie krönte ihre starke Leistung mit genau diesem Treffer und sorgte damit für das süßeste Highlight des Tages.
Schlusspfiff. Standing Ovations. Glückliche, erschöpfte Tigers und ein Sonntagnachmittag, wie man ihn sich nur wünschen kann.
Ein großes Dankeschön an Trainer, Betreuer und alle, die diesen Erfolg möglich machen – und ein sportlich fairer Gruß an den SV Fehmarn.
So darf ein Handballjahr ausklingen. 🎄💛





