Am vergangenen Wochenende reiste die 3. Damenmannschaft des TSV Bargteheide zum Auswärtsspiel beim Leezener SC – und das unter besonderen Umständen: Ohne Trainerin, dafür mit einer klaren Ansage: Heute sind wir als Mannschaft der Coach. Trotz einer deutlichen Niederlage zeigte das Team vor allem defensiv eine gute Entwicklung.
Verschlafener Beginn – und dann langsam ins Spiel gefunden
Der TSV startete verschlafen, während der Gastgeber aus Leezen konsequent jede frühe Unsicherheit bestrafte. Nach wenigen Minuten stand es bereits 5:0 (4. Minute). Bargteheide suchte noch den Zugriff, während Leezen seine Torgelegenheiten effizient nutzte. Erst nach rund 12 Minuten gelang das erste TSV-Tor zum 7:1. Kurz darauf das nächste. Doch auch zwei Siebenmeter – beide vergeben – verhinderten, dass der TSV noch näher herankam. Insgesamt fanden an diesem Nachmittag alle drei 7-Meter nicht den Weg ins Tor – ein weiterer Faktor, der eine bessere Ausgangslage erschwerte.
Zur Halbzeit stand es 17:3 – ein Ergebnis, das deutlich war. Aber aufgeben gibt’s nicht.
Zweite Halbzeit – starke Abwehr, solide Rückwärtsbewegung, wenig Gegenstoßtore
Nach der Pause zeigte der TSV Bargteheide die beste Phase des Spiels.
Die Abwehr arbeitete konsequenter, verschob besser und gewann mehr Zweikämpfe. Besonders positiv: Die Rückwärtsbewegung war gut – nahezu keine einfachen Gegenstoßtore für Leezen, ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu früheren Partien. Offensiv jedoch blieb es schwierig: Zwar traf Bargteheide erneut, doch insgesamt fehlte es an Torgefahr des Teams. Gute Ansätze waren da, aber zu oft fehlte der letzte entschlossene Schritt zum Abschluss.
Leezen konnte sich so Tor um Tor absetzen, auch wenn Bargteheide defensiv lange gut dagegenhielt.
Am Ende stand ein 29:6 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das den stark verbesserten Abwehrleistungen, aber auch dem ehrlichen Offensivmangel Rechnung trägt.
Zeitweise wurde das Spiel unnötig hitzig, da die Gegnerinnen in einigen Szenen recht provokativ auftraten. Hier ließen wir uns phasenweise mitreißen – ein Aspekt, an dem wir arbeiten wollen, um künftig noch abgeklärter zu agieren.
Die Hängepunkte – und die Highlights
Was positiv hängen bleibt
- Nur 12 Gegentore in Halbzeit 2 – das ist für eine Auswärtspartie gegen einen guten Gegner absolut solide.
- Kaum Gegenstoßtore – die Rückwärtsbewegung war engagiert und diszipliniert.
- Mannschaftliche Geschlossenheit – ohne Trainerin übernahmen alle Verantwortung.
- Gekämpft bis zum Schluss – trotz Rückstand blieb die Körpersprache positiv.
Was uns fehlt
- Abgeklärtheit in hitzigen Spielphasen.
- Mehr Torgefährlichkeit, mehr Shooter, mehr Breite im Angriff.
- Treffsicherheit vom 7-Meter-Punkt – alle drei Versuche wurden vergeben.
Aufstellung; Für den TSV Bargteheide 3 standen Nadine Rosenow (3 Tore), Svea Roedel (2 Tore), Katrin Kramer (1 Tor), sowie Paula Sophie Engert, Shawna Liane Abercrombie, Deike Garjani, Ann-Christin Bendig, Kristin Sophia Wiebers, Claudia Schacht, Silke Haus, Tanja Schindler und Torhüterin Wiebke Margenfeld auf dem Feld.
Ein Aufruf an alle, die Lust auf Handball haben
Wir entwickeln uns – vor allem defensiv – immer weiter.
Aber: Wir brauchen dringend mehr offensive Durchschlagskraft!
Wenn du Lust hast, uns spielerisch zu unterstützen, komm gerne vorbei!
Jede Verstärkung – ob erfahren oder motivierte Wiedereinsteigerin – ist willkommen.





